2019: Turbulenter Beginn...

Marktumfeld und Credit:

In der ersten ganzen Arbeitswoche des neuen Jahres legten Aktien einen guten Start hin, der jedoch gegen Ende der Woche an Dynamik verlor. Die bestehenden Risiken werden weiterhin kritisch gesehen. Der positive Auftrieb resultierte in erster Linie aus den positiven Aussagen Trumps rund um die Trade-Talks zwischen China und den USA. In der bevorstehenden Woche rückt die Brexit-Abstimmung in den Fokus. Der Ausgang wird wegweisend dafür sein, ob es zu dem angestrebten geordneten Brexit kommt. Falls May's Vorschlag vom Unterhaus abgelehnt wird, dann befindet sich man wieder am Start. Was im Anschluss daran folgt, steht offen: Einerseits wird über eine Fristverlängerung spekuliert, andererseits kann es auch zum ungeordneten Brexit kommen. Eines kann jedoch mit Sicherheit vermerkt werden: Bis zum Verstreichen der Frist (29. März 2019) verbleibt nur noch wenig Zeit.
 
Der europäische Primärmarkt zeigte sich außerordentlich aktiv. Das Emissionsvolumen (sowohl EUR-, GBP- als auch USD-Bonds) erreichte mit € 79 Milliarden einen neuen Höchststand für die erste ganze Trading-Woche eines Jahres.
 
Die Entwicklung der Renditen von Staatsanleihen wurde durch die stärkere Emissionsaktivität der Staaten verzerrt: Sich verändernde Benchmark-Bonds weisen leicht andere Merkmale als ihre Vorgänger vor und indizieren deshalb Spreadveränderungen, die nicht auf Marktentwicklungen zurückzuführen sind.
 
Die Gelbwesen-Proteste in Frankreich schlagen sich auf das makroökonomische Umfeld Frankreichs nieder. PMI-Umfragen sind schwächer als in der Vorperiode, wo bereits ein Wert unterhalb der Marke von 50 berichtet wurden. Die Industrieproduktion lag ebenso weit hinter den Erwartungen. Die Vereinigten Staaten lieferten erneut gute Nonfarm-Payrolls. Die Participation Rate legte ebenfalls zu, dies galt auch für PMI-Daten. Die Retail Sales der Eurozone fielen positiv aus. Die finalen PMI-Werte für Dezember 2018 blieben etwas unter den erwarteten Werten. Deutschland enttäuschte mit schwachen Factory Orders. Die schwachen PMI-Daten Italiens erholten sich wieder auf 50.
 
Der KCM Fundamental Score beurteilt das makroökonomische Bild weiterhin negativ. Gegenüber der Vorwoche kam es zu keiner wesentlichen Veränderung, da sich die schwächeren Sentiment-Daten der Eurozone und die besseren Arbeitslosenzahlen bzw. die in-line gekommene Kerninflationsrate sich die Waage hielten.
 
Brasilien profitiert weiterhin vom Amtsantritt des neuen Präsidenten, der als marktfreundlich gesehen wird. PMI-Umfragen lagen oberhalb der Vorperiode. Die Industrieproduktion blieb hinter den Erwartungen.
 
Öl-Related-Währungen entwickelten sich gut. Die Türkische Lira startete erneut schwach und belegte den letzten Platz im 5-Tagesvergleich.
 
Sowohl CDS- als auch Cash-Indizes indizierten Rückgänge der Risikoprämien. Financials stellten eine Ausnahme dar. Besonders gut entwickelten sich US-High-Yield-Anleihen und Nachranganleihen europäischer Versicherer. Emerging Markets performten ebenfalls sehr gut.
 

Transaktionen und Performance:

Im KCM Aktien Global SRI kam es zu Anpassungen. Im KCM Kathrein Pfandbrief+ wurden Signale umgesetzt. Es wurde an attraktiven Neuemissionen teilgenommen: Neuemissionen haben aufgrund der vergangenen Marktbewegungen wieder an Attraktivität gewonnen. Es handelte sich um Anleihen von Orange, der Santander Consumer Bank und Unicredit.
 
Die Aktienfonds starteten gut ins neue Jahr. Der KCM Bond Select zeigte ebenfalls eine Outperformance. Dies schlug sich auch auf eine gute Performance der Dachfonds durch. Der KCM Emerging Market Pearls profitierte ebenfalls von der Erholung der EM.