Das Jahr neigt sich langsam dem Ende.....

Zu den makroökonomischen Daten: Die Industrieproduktion der EZ konnte für Oktober 2018 positiv überraschen. Das Anleihekaufprogramm läuft Ende des Jahres aus, dies wurde von der EZB bei der vergangenen Notenbanksitzung bestätigt. Die Zinsen wurden unverändert belassen. Somit rücken nun die Reinvestitionen der Endfälligkeiten der EZB in den Fokus. Frankreich lieferte ebenfalls bessere Industrieproduktion-Zahlen. Die Gelbwesten-Proteste werden jedoch zur Bewährungsprobe für Präsidenten Macron. Obwohl der amtierende Präsident bereits Zugeständnisse machte, fanden die Proteste kein Ende. Der Budget-Streit zwischen der italienischen Regierung und der Europäischen Kommission könnte demnächst ein Ende finden, da die nationale Regierung ihr angestrebtes Defizitziel auf 2,04% verbesserte (gegenüber 2,4%). Die Industrieproduktion Deutschlands blieb etwas stärker hinter den Erwartungen. Die ZEW-Umfrage, zur Beurteilung des aktuellen Umfelds, enttäuschte ebenfalls. Das finale GDP-Wachstum für das dritte Quartal 2018 wurde nach unten korrigiert.
 
Arbeitsmarktdaten der Vereinigten Staaten fielen gemischt aus. Die Arbeitslosenrate wurde bei 3,7% bestätigt, „Change in Nonfarm Payrolls“ blieb jedoch hinter den Umfragen. Die Inflationsrate der Vereinigten Staaten war in-line. Daten aus China indizierten eine Verlangsamung des Wachstums. Darauf reagierten die Märkte negativ und dies bevor der Handelskrieg einen tatsächlichen Effekt zeigen konnte.
 
Der KCM Fundamental Score ist weiterhin negativ. Aufgrund der besseren Sentiment-Daten der USA konnte sich der Indikator leicht verbessern.
 
Die Aktienmärkte zeigten ein seltenes Bild für dieses Jahr: Die europäischen Märkte konnten sowohl amerikanische als auch asiatische Märkte outperformen, die weitgehend verloren. Die Renditen von Staatsanleihen weiteten sich aus. Italien konnte positiv hervorstechen; dies ist auf die leichte Entspannung rund um das Defizit zurückzuführen; es kam zu Rückgängen. Die restliche Peripherie der Eurozone profitierte davon. Bei den Emerging Markets kam es in Mexiko zu Rendite-Rückgängen. In den vergangenen Wochen wurde die Volkswirtschaft durch die Politik des amtierenden Präsidenten AMLO belastet.
 
Das Britische Pfund verlor aufgrund der anhaltenden Brexit-Diskussionen. Der US-Dollar entwickelte sich gegenüber dem Euro etwas stärker. Die Türkische Lira verlor erneut. YTD steht die Währung bei einem Minus von rund 25%.
 
Nach den vergangenen, schwachen Wochen konnten „Credit-Indices“ wieder positiv performen. Besonders gut entwickelten sich Nachrangtitel und die Peripherie der EZ. Spreads der CDS-Indizes performten ebenso besser.
 

Transaktionen und Performance:

Im KCM Emerging Market Pearls wurden riskantere Titel abgebaut. Im KCM Kathrein Pfandbrief+ wurden Signale umgesetzt.
 
Die Performance fiel negativ aus. Die Renditebewegung schadete der Performance der Credit-Fonds. Die Aktienfonds waren ebenfalls belastet.