Fondskonzepte

Der Erfolg unserer Veranlagungen beruht auf der nachweislich bewährten Struktur unseres Investmentprozesses. Wir arbeiten stark Modell-orientiert, wobei sowohl quantitative als auch fundamental orientierte Modelle zum Einsatz kommen.

Bei den verschiedenen Publikumsfonds und Spezialfonds können die einzelnen Modelle je nach Ausrichtung des Fonds bzw. Wunsch des Spezialfonds-Investors individuell kombiniert werden.

In der nachfolgenden Auflistung finden Sie einen kurzen Überblick über einige unserer Modelle.

Volkswirtschaftliche Modelle:

  • Condix
Der ,,Condix Eurozone©" ist ein Index, der von der KCM selbst entwickelt worden ist. Die Wertentwicklung des Index dient als Maßzahl für ein Konvergenz-/Divergenzverhalten innerhalb der Eurozone (EZ). Die Berechnung basiert auf makroökonomischen Kennzahlen; es werden ausschließlich Daten von EUROSTAT herangezogen:
- die harmonisierte Inflationsrate und
- die Arbeitslosenrate (HCPI bzw. HUR) und
- der Economic Sentiment Indicator (ESIN) je Land.

Das Resultat soll über den aktuellen Integrationsstand der Eurozone Aufschluss geben, sowie einen Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Bild liefern. Dabei steht ein hoher Wert des Index für große Differenzen (relativ zum Basisjahr) und ein kleinerer Wert als im Vormonat impliziert, dass sich die Makrozahlen einander angenähert haben. Das Basisjahr ist im Jahr 2000 auf 100 genormt. Der aktuelle Index-Wert wird laufend von der KCM publiziert.

 
  • SCR - Senior Coverage Ratio
Die KCM Senior Coverage Ratio ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Solvenz von unbesicherten Verbindlichkeiten (= Senior Unsecured Debt) von Banken. Asset Encumbrance, die Bindung von Vermögen für Verbindlichkeiten, spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Die Kennzahl stellt das ausstehende Senior Unsecured Debt den frei verfügbaren Assets, jenem Vermögen, welches noch nicht durch Sicherheiten (= Collateral) gebunden ist, gegenüber. Dieser Wert sollte zumindest über 1 liegen.

Seit Ende 2011 beschäftigen wir uns mit der Frage, ob für den Senior Unsecured Bond Investor im Ernstfall überhaupt genügend freies Vermögen vorhanden ist. Denn immer mehr Aktiva (= Assets) werden durch Verbindlichkeiten (= Liabilities) gebunden und im Insolvenzfall vorrangig behandelt.

 
  •  Fundamental Score
Der KCM Fundamental Score ist eine komprimierte Darstellung von ausgewählten Kennzahlen/Indikatoren für einzelne Regionen und Länder. Unser Modell umfasst die Eurozone, USA, Japan und UK. In einer Matrix werden für alle Regionen und Ländern die jeweiligen Veränderungen zur Vorperiode für die folgenden Kennzahlen/Indikatoren dargestellt: Purchase Manager Index (PMI), Sentiment, Inflation, Kerninflation, Industrial Production (IP), Retail Sales, GDP und Arbeitslosenquote. Aus den jeweiligen Scores können Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung, bzw. die jeweiligen Kennzahlen/Indikatoren gewonnen werden.

Anleihen-Modelle:

  • DEFEX
Der DEFEX ist ein qualitatives, fundamentales Modell zur Ermittlung von Ausfallswahrscheinlichkeiten für Emittenten von Anleihen. Berechnet wird die sogenannte Expected Default Frequency -- EDF. Der DEFEX ist eine Weiterentwicklung der KCM auf Basis der Berechnungen von Robert C. Merton. Er erweiterte das Grundmodell von Black/Scholes (Bewertung von Derivaten), um es auf verschiedene Investitionen anwendbar zu machen. Assets und deren Schwankungen werden in Relation gesetzt zur Höhe des Fremdkapitals.
 
  • Duration-Optimizer
Ausgangssituation: Bei effizienten Kapitalmärkten sollten alle verfügbaren Informationen im Kurs widergespiegelt werden, daher setzen wir hier an und analysieren primär die Kurszeitreihe. Bei der Analyse hat sich gezeigt, dass bei Anleihenmärkten Trends vorhanden sind. Diese entstehen einerseits durch die Konjunkturzyklen, andererseits durch die Zinspolitik der Notenbanken. Das Kathrein Durationmodell ist ein Trendfolgekonzept, das versucht, diese Zusammenhänge für das Rentenmanagement zu nutzen.

Die Durationsteuerung erfolgt quantitativ auf Basis des von Kathrein entwickelten Duration Optimizers. Dieser setzt darauf, dass sich die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen an Konjunkturzyklen orientiert und in langfristigen Trends erfolgt.

Durch die aktive Durationsteuerung kann sich die Duration des Konzepts normalerweise in einer Bandbreite von Benchmarkduration +/- 2,5 Jahre bewegen. Je nach Konzept sind auch andere Bandbreiten möglich. Die Umsetzung der Signale erfolgt nach einer strikten Trading Rule über derivative Instrumente oder über Umschichtungen.

Der Duration Optimizer ist ein 6-stufiges Modell und baut auf der Entwicklung von Schatz, Bobl und Bund Futures auf. Die Umsetzung der Signale erfolgt risikogewichtet, bezogen auf die Volatilität der jeweils zugrundeliegenden Future-Kontrakte (z. B. ein 10-jähriger Bund Future ist 4-mal so volatil wie ein 2-jähriger Schatz Future). Durch die Streuung der Schnelligkeit der Signale wird das Risiko weiter reduziert.

Aktien-Modelle:

  •  Stock Selection Model
Das Stock Selection Model basiert auf einer Kombination aus Einschätzungen der besten Aktien-Analysten (Starmine ,,Earnings Revision"), Aktienkursentwicklung (,,Momentum"), fundamentalen Kennzahlen (wie Preis/Buchwert) und auf der Nachhaltigkeit der Unternehmensergebnisse (,,Earnings Quality Rank").

Diese quantitativen Inputs werden mithilfe einer Optimierungssoftware verarbeitet.

Das Ergebnis dieses ,,Stock-Selection" -Ansatzes ist ein aus Risiko-/Ertragssicht breit gestreutes bzw. optimiertes Aktienportfolio mit Unternehmen, deren Gewinnentwicklung und Bilanzqualität von den Analysten besser eingeschätzt werden als jene der Konkurrenzunternehmen und deren Aktienkursmomentum hoch ist.

 
  •  Stratified Sampling Model
Beim ,,Stratified Sampling" -Verfahren werden, anders als bei der Vollreplizierung, nicht alle Aktien 1:1 der Indexzusammensetzung gekauft, sondern es wird mithilfe einer geeigneten Software die Portfoliogewichtung so gestaltet, dass die Abweichung zu einer Benchmark (,,Tracking Error") möglichst gering ist. Je nachdem wie hoch die Abweichungstoleranz (max. ,,Tracking Error") ist, werden unterschiedliche ,,Posit"-Größen gewählt. Die ,,Posit"-Größe bestimmt, bis zu welchem Prozentanteil die Aktien exakt in der gleichen Gewichtung wie im Index gekauft werden (,,Core-Holdings"). Aus den verbleibenden ,,Non-Core-Holdings" wählt die Optimierungssoftware Titel aus, die die Abweichungen zur Benchmarkgewichtung nach Sektoren und Ländern minimieren.

Overlay-Konzepte:

  • "Portable Alpha"-Konzept
Ein Portable Alpha Overlay ist ein zusätzlicher Portfolio-Baustein, der auf ein vorhandenes Portfolio ,,aufgesetzt" werden kann. Das bestehende Portfolio muss nicht verändert werden, die vorhandenen Underlyings können unverändert bestehen bleiben. Die Rendite-/Risiko-Struktur eines Portfolios kann durch ein Portable Alpha Overlay stark positiv beeinflusst werden. Das Portfolio wird um eine zusätzliche Alpha-Quelle ergänzt. Die Umsetzung erfolgt über Futures.

Die zusätzlichen Alpha-Erträge können außerhalb des Basis-Portfolios mittels direktionalen Long-, oder Short-Strategien erzielt werden. "Portable Alpha"-Erträge weisen eine geringe Korrelation zu traditionellen Veranlagungen auf. Es handelt sich um streng systematische, regelbasierte Strategien. Kauf-  und Verkauf- Signale werden auf Basis von zuvor klar definierten Regeln generiert.

Wir arbeiten mit unterschiedlichen systematischen Modellen auf Wertpapierkategorien mit geringer Korrelation zueinander, wie z.B.: Zinsen, Währungen, Aktien und Volatilität.

Die optimale Risikogewichtung der einzelnen Modelle steht im Vordergrund. Die Auswahl und Gewichtung der relevanten Indikatoren erfolgt unter der Vorgabe einer über die Zeit stabilen Risiko-/Ertrags-Kennzahl.
 
  • Wertsicherungskonzept
Bei den Wertsicherungskonzepten steht die Risiko- und Ertragsoptimierung im Vordergrund. Unter strikter Einhaltung des Risikobudgets wird ein maximaler Ertrag angestrebt. In Abhängigkeit der Portfolioperformance wird in der Veranlagung zwischen risikoarmen und risikoreichen Investments umgeschichtet, wobei insbesondere auch erwartete Volatilitäten und Renditen in die Berechnung mit beinfließen. Das Portfolio darf eine maximale Quote an risikoreicheren Assets nicht überschreiten. Durch Umschichtung in risikoarme Investments wird darauf geachtet, dass der definierte Maximalverlust nicht überschritten wird.

Wir arbeiten sowohl mit statischen Wertsicherungen, z.B. definiertes Risikobudget p.a., wie auch mit dynamisch nachgezogenen Höchststandsicherungen.
 
  • Asset Allocation Model
Die Asset-Allokation erfolgt nach der seit vielen Jahren bewährten und dynamischen ,,Kathrein Hausallokation". Diese Kathrein Hausallokation ist das Ergebnis einer laufenden quantitativen Optimierung, aufbauend auf einer Vielzahl an Modellen für die unterschiedlichen Asset-Klassen.

Für jede Asset-Klasse werden auf Basis aktueller Renditen und quantitativer Modelle Ertragsschätzungen getroffen. Diese Ertragsschätzungen sowie historische Schwankungsbandbreiten und Korrelationen (Kovarianzmatrix) fließen in die Konstruktion des optimalen Portfolios ein. Die Umsetzung erfolgt unter strikter Berücksichtigung der Kundenvorgaben, inklusive der Liquiditätserfordernisse, Risiko- sowie Ertragsprofile und dient auch der Prognose des erwarteten Ertrags der Strategie.
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Kathrein Capital Management GmbH - Ihr Investor Relations Team