KW 3: Auch wieder eine aufregende Woche - Short Summary

Der US-Shutdown besteht weiterhin. Nachdem der US-amerikanische Präsident Donald Trump und die US-Demokraten bei dem Streitthema „Grenzzaun zu Mexiko“ auf keinen selben Nenner kamen, verbleibt der US-amerikanische Apparat weitgehend handlungsunfähig. Essentielle Datenveröffentlichungen wurden aufgrund dessen ebenso nicht publiziert. Für nächsten Monat wird auch erwartet, dass die Arbeitsmarktdaten dadurch negativ beeinflusst werden. Die historische Betrachtung zeigt, dass die „Quarterly Non-Defense Government Contribution to GDP“ März 2013 ein Minus von rund 0,20% zum GDP-Wachstum beitrug, wo es zu einem 16-tägigen Shutdown kam.
 
In der Eurozone enttäuschten schwache Industrieproduktionszahlen. Die monatliche Veränderung lag bei einem Minus von 1,7%. Dies war der schwächste Wert seit Frühjahr 2016. Die finalen „Readings“ der Inflationsrate wurden bestätigt. Die Inflationsrate Großbritanniens entsprach den Erwartungen.
 
Der KCM Fundamental Score ist nahezu unverändert. Ausschließlich die enttäuschenden Industrieproduktionszahlen aus der Eurozone zogen den Indikator etwas nach unten.
 
Nach der Brexit-Abstimmung, wo der von May vorgeschlagene Deal eindeutig abgelehnt wurde, legte das Britische Pfund zu. Der Südafrikanische Rand und der Mexikanische Peso zählten ebenfalls zu den Outperformern. „Safe-Haven-Currencies“, wie der Schweizer Franken und der Japanische Yen, waren weniger gefragt. Die Türkische Lira zählte bei den EM-Währungen zu den Gewinnern. Bei der vergangenen Notenbanksitzung wurden die Zinsen zwar nicht weiter erhöht, aber es wurde betont, dass mit einer raschen Senkung ebenso nicht zu rechnen ist. Dies stützte die Währung. Der Russische Rubel performte ebenfalls gut. Der Rumänische Leu wird von nationalen, politischen Debatten belastet. Eine Diskussion rund um eine neue Bankensteuer trug darüber hinaus negativ bei.
 
Die Renditen der Staatsanleihen der Euro-Core-Länder bewegten sich nicht wesentlich. Die Peripherie entwickelte sich gut, allen voran Italien. Die Renditen britischer Staatsanleihen stiegen an. Bei den EM sticht Mexiko positiv hervor und die Türkei kam ebenfalls zurück.
 
Die US-amerikanischen Aktienmärkte profitierten von positiven Headlines rund um die Trade-Talks zwischen China und den USA. Die Eurozone hinkte hinterher. Asien konnte ebenfalls profitieren.
 
Credit profitierte ebenfalls vom „Risk-On-Sentiment“. CDS-Indizes indizierten stärkere Einengungen. Dies galt auch für Cash-Indizes. High-Beta-Credit entwickelte sich besonders gut (Nachranganleihen von Versicherern, US- sowie Euro-High-Yield).
 

Transaktionen und Performance:

Am Primärmarkt war die Non-Preferred-Senior-Anleihe von BNP Paribas von Relevanz. Sie wurde für den KCM Bond Select, den KCM Dynamic Value und den KCM SRI Bond Select gezeichnet. Im KCM Kathrein Pfandbrief+ wurden Signale umgesetzt. Das Inkrafttreten adaptierter Fondsbestimmungen (PKG-Fähigkeit) für den MI Multi Strategy SRI verlangte Umschichtungen. Riskantere Titel wurden abgebaut.
 
Die Performance der Fonds war sehr erfreulich. Die absolute Betrachtung zeigte, dass sämtliche Fonds positiv performten. Bei der relativen Betrachtung lagen die Dachfonds etwas hinter einem Vergleichswert.