Nach dem außerordentlich schwachen Dezember des Vorjahres,...

Nach dem außerordentlich schwachen Dezember des Vorjahres, schloss der Jänner des neuen Jahres außerordentlich gut. Viele Assetklassen konnten somit die Kursrückgänge gegen Ende des Jahres 2018 wieder aufholen. Dazu leistete auch die letzte Woche des Monats einen wesentlichen Beitrag.
 
Nachdem sich die US-amerikanische Notenbank „dovisher“ präsentierte, profitierten „Risky Assets“. Auch die EZB zeigte sich der Risiken bewusst. Da Zinsschritte vorerst wieder in den Hintergrund rückten, profierten längerfristige Anleihen. Die Yields von US-Treasuries zeigten vor allem im kürzeren Bereich stärkere Rückgänge. Italienische Staatsanleihen verloren gegen Ende der Woche: Da zum zweiten Mal in Folge ein Schrumpfen (im Quartalsvergleich) der italienischen Wirtschaft berichtet wurde, schlitterte Italien in eine technische Rezession. Die Budgetpläne Italiens setzen weitgehend auf ein stabiles Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaft, somit ist die Nachhaltigkeit der Pläne zu hinterfragen. Diesem Risiko sind sich die Marktteilnehmer bewusst. Am Freitag kam es erneut zu spürbaren Anstiegen der Renditen. Die Rendite der zehnjährigen, italienischen Staatsanleihe legte zwischenzeitlich um bis zu 17 Basispunkte zu. Griechenland performte gut, nachdem eine fünfjährige Anleihe erfolgreich am Primärmarkt platziert wurde.
 
Die Aktienentwicklung zeigte eine Outperformance der US-Märkte gegenüber den europäischen Märkten. Die Berichtssaison ist ebenfalls im vollen Gange. Während rund die Hälfte der Unternehmen des S&P 500 bereits ihre Zahlen veröffentlichten und ein stabiles Wachstum der Sales und Earnings zeigten, ist auf den Großteil der Unternehmen des STOXX Europe 600 noch zu warten.
 
Die PMI-Daten für Jänner 2019 zeigen weiterhin Eintrübungen. Während die USA anhaltend oberhalb der Marke von 50 liegen, sind innerhalb der Eurozone bereits Deutschland und Italien unterhalb der wichtigen Marke, die indiziert, ob ein Schrumpfen oder ein Wachstum des wirtschaftlichen Umfeldes erwartet wird. Einige EM-Länder (China, Indonesien, Mexiko, Türkei, Südafrika und Taiwan) sind ebenfalls unterhalb der Schwelle.
 
Der KCM Fundamental Score verbleibt auf einem negativen Niveau. Während die Vereinigten Staaten auf einem neutralen Niveau liegen, verweilen die Eurozone und Japan im negativen Bereich. Großbritannien liegt ebenfalls nahe der Null-Schwelle. Somit steht dies im Einklang mit der etwas schwächeren Aktienmarktperformance der europäischen Börsen gegenüber den US-Börsen.
 
Das „Risk-On-Sentiment“ ließ auch Credit gut performen. Erneut lag High-Beta-Credit (Nachranganleihen von Versicherern und Banken sowie High-Yield-Anleihen) an erster Stelle im Wochenvergleich. CDS-Spreads schlossen sich diesem Bild an: Die Spreads kamen zurück. „Implied Vola“ entfernte sich ebenfalls fortan von den Höchstständen.
 

Transaktionen und Performance:

Im KCM Aktien Global SRI kam es aufgrund zu Kapitalbewegungen zu Zukäufen. Im KCM Bond Select und KCM Emerging Market Pearls wurde eine Anleihe der Turk Telekom verkauft, nachdem sich der Titel in den vergangenen Wochen erholte. Die Aktivität am Primärmarkt war anhaltend hoch. Die New-Issue-Prämien waren wieder etwas rückläufig, nachdem der Sekundärmarkt in den vergangenen Wochen wieder gut performte. Interessante Neuemissionen wurden von „IBM“, „BMW“ und „Deutsche Pfandbriefbank“ begeben. Die Neuemission einer zehnjährigen, österreichischen Bundesanleihe war für den Hypo Rent von Relevanz.
 
Das Marktsentiment spiegelte sich auch in einer guten Performance der Fonds wider. Die Credit-Fonds performten sehr gut. Der KCM Emerging Market Pearls legte rund 46 Basispunkte zu. Bei der YTD-Betrachtung lag der Fonds bei rund 2,75%. Ein Vergleichswert machte seit Jahresbeginn ein Plus von 2,15%. Die Dachfonds blieben etwas hinter der Benchmark.