"Trade-Optimism!!!"

Vergangene Woche stand klar im Zeichen des „Trade-Optimism“. „Risky Assets“ performten sehr gut und konnten erneut etwas der schwachen Dezember-Performance aufholen. Die Makrodaten spiegeln jedoch ein weniger positives Bild wider. Neben den schwächeren Wachstumszahlen Deutschlands, wo gerade noch eine technische Rezession verhindert wurde, lieferten die Vereinigten Staaten die schwächsten „Retail Sales“ seit 2009. Ausschlaggebend hierfür waren die Rückgänge bei den „Nonstore Retailers“ und „Gasoline Stations“. Inwiefern der „Government-Shutdown“ in den Vereinigten Staaten darauf Einfluss hatte, lässt sich nur schwer beziffern. Dennoch ist hervorzuheben, dass zum Beispiel rund 40 Millionen U.S.-Bürger „Food Stamps“ beziehen und jenes „Office“, das für die Bearbeitung verantwortlich ist, zu 95% reduziert war.
 
Die vorläufigen Wirtschaftswachstumszahlen der Eurozone für das 4. Quartal entsprachen mit 1,2% den Erwartungen. Die Industrieproduktion blieb hinter den Umfragewerten. Wenngleich auch ein Rückgang erwartet wurde, fiel dieser stärker aus. Dies galt sowohl für den Monats- als auch Jahresvergleich. Frankreich überraschte mit besseren Arbeitslosenzahlen. Bei den Emerging Markets zeigte Ungarn ein sehr robustes Wachstum (YoY: +5,0% vs. 4,6% als Erwartung). Rumänien enttäuschte: Neben den negativen, politischen Schlagzeilen, kam ein schwächeres Wachstum hinzu. Nichtsdestotrotz, das Wachstum blieb im Jahresvergleich oberhalb von 4%.
 
Auch der KCM Fundamental Score indiziert kein konjunkturfreundliches Szenario. Die oben erwähnten Einzelhandelszahlen der Vereinigten Staaten führten zu einer erneuten Verschlechterung und der Indikator verbleibt auf einem stark negativen Niveau. Das enttäuschende GDP-Wachstum Großbritanniens trug ebenso negativ dazu bei.
 
Die Entwicklung der Renditen von Staatsanleihen verlief gemischt. Während Teile der Peripherie der Eurozone (GR und PT) gut performten, weiteten sich die Risikoprämien Spaniens aus. Ausschlaggeber hierfür war, dass vorgezogenen Neuwahlen (28. April 2019) angekündigt wurden. Italienische Renditen sind anhaltend volatil. DE kam etwas zurück. Die Vereinigten Staaten verblieben nahezu unverändert. Bei den Emerging Markets weitete sich Mexiko aus. Südafrika verzeichnete ebenfalls Anstiege, wo die nahenden „General Elections“ (Mai 2019) in den Vordergrund rücken.
 
Die Währungsentwicklung zeigte, dass auch der Südafrikanische Rand gegenüber dem Euro schwach performte. Das Britische Pfund verlor ebenfalls an Wert. Der Brasilianische Real konnte erneut zugewinnen.
 
Credit-Indizes zeigten ebenfalls eine gute Performance. Zu den Outperformern zählten Nachranganleihen von europäischen Versicherern und USD-High-Yield-Anleihen. EUR Banking Lower Tier 2 blieb nahezu unverändert. In Summe performte der USD-Bereich etwas besser.
 

Transaktionen und Performanc der KCM-Fonds:

Im KCM Kathrein Pfandbrief+ wurden Signale umgesetzt. Auslaufende FX-Hedges (USD) wurden gerollt. Im KCM Bond Select wurde ein High-Yield-Titel gegeben, der bereits sehr eng handelte.
 
Aufgrund der leichten Rückgänge der Rates und der kürzen Duration blieben die Fonds im Betrachtungszeitraum etwas hinter den Vergleichswerten.