Weltweit höchste Anzahl an Infektionen innerhalb 24 Stunden, wieder aufflammende Konflikte in Asien KW 26/2020)

Mit weltweit 183.000 Neuinfektionen innerhalb 24 Stunden vermeldete die WHO einen Rekord, was Neuinfektionen pro Tag betrifft. Weiterhin liegt der Hotspot in Amerika. Allein in Brasilien wurden rund 55.000 Neuinfektionen gezählt, auch in den USA ist die Infektionsrate weiter steigend. Aber auch Deutschland kämpft wieder mit stark wachsenden Infektionszahlen, diese sind vor allem auf  eine Ausbreitung in einem Schlachtereibetrieb in Nordrhein-Westfalen zurückzuführen. In dem Betrieb wurden 1.331 Mitarbeiter positiv getestet. In China wurde nach einem neuerlichen Ausbruch auf einem Großmarkt die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Peking wurde teilweise abgeriegelt, so wurden Flüge in und aus der Hauptstadt stark reduziert und Schulen und Universitäten wieder geschlossen. Weltweit gibt es 8,7 Mio. Infizierte, davon sind 461.715 gestorben (Stand: 21.06., 10:00 CEST).

Nachdem die Stimmung zwischen den USA und China zuletzt wieder etwas angespannter war, sorgte die Nachricht, dass China den Ankauf von „Farm Goods“ (Agrarerzeugnisse) aufgrund der ausgebliebenen Käufe während der Coronakrise beschleunigen werde, wieder für etwas gelockerte Stimmung. Zu einer Eskalation kam es währenddessen zwischen Indien und China. Die Auseinandersetzung fand an der Grenze im Himalaya statt. Laut Berichten soll es sogar mehrere Todesopfer geben. Seit 1962 gab es dort keine Todesopfer mehr. Sowohl Indien als auch China sprechen von einer Grenzüberschreitung des jeweilig anderen und schieben die Schuld von sich. Auch zwischen Süd- und Nordkorea kam es zu einem Zwischenfall. So hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un ein von beiden Staaten verwendetes Kommunikationsgebäude in der Grenzstadt Kaesong sprengen lassen. Er machte somit seinen Unmut über eine Propaganda-Flugblatt-Aktion von südkoreanischen Aktivisten und nordkoreanischer Flüchtlinge an der Grenze kund.

Die Absatzzahlen des Automarktes leiden weiter unter der Coronakrise. Auch im Mai brach der Europäische PKW-Absatz laut ACEA (European Automobile Manufactures Association) um 52,3% im Vergleich zum Vorjahr ein. Der Aktienmarkt konnte eine durchwegs positive Woche vermelden. Der EuroStoxx 50 und der chinesische Shenzhen 300 konnten mit +4,41% bzw. +3,75% deutliche Gewinne verbuchen. Auch der S&P 500 hatte mit +1,04% eine starke Woche. Für Aufsehen sorgte das deutsche Zahlungsdienstleistungsunternehmen Wirecard. Wie vergangene Woche bekannt wurde gibt es dort ein 1,9 Mrd. schweres Bilanzloch. Mittlerweile ist auch der langjährige CEO Markus Braun als Chef des Unternehmens zurückgetreten. Der Aktienkurs ist seit Mittwoch um 84% gefallen. Am Rentenmarkt sowie auf der Währungsseite ist vor allem Lateinamerika als Underperformer zu erwähnen.