Zusammenfassung der ersten Dezemberwoche -KW 49

Marktumfeld und Credit:

Vergangene Woche verlief erneut turbulent. Nach der Verhaftung der Finanzchefin von Huawei waren die positiven Nachrichten nach dem G20-Gipfel rasch wieder vergessen: Wo zuerst noch von einer Entschärfung des Handelskrieges zwischen den USA und China gesprochen wurde und die Märkte infolgedessen erleichtert reagierten, kam es erneut zu einem „Risk-Off-Sentiment“, das „Risky Assets“ belastete.

„Safe-Haven-Währungen“ profitierten davon: JPY und CHF werteten gegenüber dem EUR auf. Der USD wurde von den Schlagzeilen eher belastet. SEK, NOK und DKK zählten zu den Outperformern. Ein positives, makroökonomisches Bild stützte die Entwicklungen. EM-Währungen verloren weitergehend. TRY war erneut das Schlusslicht. YTD liegt die Landeswährung der Türkei bereits bei rund -24,8%.

Die finalen PMI-Daten innerhalb der Eurozone wurden etwas nach oben korrigiert. Japan überraschte mit einer besseren Industrieproduktion als erwartet wurde. Das starke Manufacturing PMI Großbritanniens überraschte ebenso. ISM Manufacturing der Vereinigten Staaten lag ebenfalls oberhalb der Umfragen. Die Industrieproduktionszahlen Japans und die PMI-Daten Großbritanniens führten zu einer Verbesserung des KCM Fundamental Score. In Summe ist der Indikator jedoch weiterhin negativ. Die Regionen zeigen derzeit einen positiven Trend.

Bei den Schwellenländern enttäuschte Mexiko. Nachdem die mexikanischen Märkte bereits von Aussagen des amtierenden Präsidenten belastet wurden, kamen noch auch noch schwächere Makrodaten hinzu. Die PMI-Daten lagen unterhalb der 50-Marke.

Das „Risk-Off-Sentiment“ führte zu einer guten Performance von Staatsanleihen. Die Renditen kamen zurück. Kernländer der Eurozone waren stärker gefragt als die Peripherie. Die globale Betrachtung zeigt das gleiche Bild. Die Zinskurve der Vereinigten Staaten wurde stellenweise leicht invers: 2Y-Rendite 2,76 versus 5Y-Rendite 2,75. Dies trug ebenso nicht positiv bei, da es sich in der Vergangenheit hierbei um einen Rezessionsindikator handelte. Bei den EM sticht ebenfalls die schwache Performance Mexikos ins Auge.

Wie bereits erwähnt, performten „Risky Assets“ schwach. Somit kam es auch bei den Risikoprämien von Unternehmensanleihen zu Ausweitungen. Besonders stark betroffen waren „High-Yield-Anleihen“. CDS konnte Cash etwas outperformen. CDS-Spreads weiteten sich etwas leichter aus. Die Volatilität legte zu. EURUSD-Hedgingkosten kamen etwas zurück.

Transaktionen und Performance:

Im KCM Kathrein Pfandbrief+ wurden Signale umgesetzt. Im KCM Dynamic Value wurde Rumänien etwas abgebaut.

Die Performance war gemischt. Der Hypo Rent lag hinter der Benchmark. Der KCM SRI Bond Classic performte gut. Dies galt auch für den KCM Kathrein Pfandbrief+. Die riskanteren Fonds konnten daran nicht anschließen.