Abermals Höchstwert an weltweiten Neuinfektionen, Wirecard meldet Insolvenz an (KW 27/2020)

Die WHO vermeldete am 28. Juni abermals einen neuen Höchstwert an weltweiten Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Etwa die Hälfte davon wurden aus den USA und Brasilien vermeldet. Die USA musste dabei mit 44.458 neu Infizierten ebenfalls einen neuen Höchststand verzeichnen. Auch in anderen Ländern kommt es wieder vermehrt zu steigenden Zahlen. In der Schweiz mussten etwa 300 Menschen in Quarantäne nachdem bekannt wurde, dass in einer Diskothek mehrere Infizierte anwesend waren. In Indien wurde schon am Anfang des Monats der Lockdown aufgehoben. Dort wurde zwar damit gerechnet, dass es wieder zu steigenden Zahlen kommen wird, jedoch nicht mit so großem Ausmaß. Vor allem die Region Delhi rund um die Hauptstadt ist stark betroffen. Nun gehen die Behörden von Tür zu Tür, um den Gesundheitsstand der Bewohner zu überprüfen. Mittlerweile gibt es in Indien schon mehr als eine halbe Millionen Infizierte. Weltweit stieg die Zahl an Infektionen auf über 10 Mio., davon sind 499.913 gestorben. (Stand: 29.06., 10:00 CEST).

Rund um das DAX-Unternehmen Wirecard gibt es ebenfalls Neues zu berichten. So wurde Mitte der Woche der CEO Markus Braun aufgrund des Verdachts auf Marktmanipulation und Bilanzfälschung festgenommen. Einen Tag danach wurde er gegen eine Kaution in Höhe von 5 Mio. Euro wieder freigelassen. Die Aktionäre verloren das Vertrauen gegenüber dem Unternehmen. Infolgedessen brach der Aktienkurs um über 70% ein. Das Unternehmen stellte einen Insolvenzantrag. Es ist das erste Mal, dass ein im DAX gelistetes Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Auch bezüglich der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa gibt es neue Nachrichten. Die Aktionäre angeführt von Großaktionär Heinz Hermann Thiele stimmten einer staatlichen Rettung des Konzerns zu. Dabei handelt es sich um ein 9 Mrd. Euro großes Rettungspaket der deutschen Regierung, im Gegenzug werden dem Staat 20% des Unternehmens zugesprochen. Für kurzzeitige Verwirrung sorgte Peter Navarro, ein Berater des US-Präsidenten Donald Trump. In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender FOX News meinte dieser, dass das Handelsabkommen mit China vom Tisch sei. Trump reagierte auf die Aussage und hat auf Twitter gepostet, dass der Deal noch immer intakt sei und er hoffe, dass sich China an die Abmachung halten werde.

Am Donnerstag bewegte sich der S&P 500 vom anfänglichen Verlust in der Höhe von 0,9% hin zu einem Kursgewinn von rund 1,2%. Am Freitagnachmittag war das Bild gegenteilig. Dabei verloren auch europäische Werte und gaben die Gewinne vom Vormittag wieder auf. Am Rentenmarkt mussten die Euro und US High-Yield Titel Verluste einfahren.