Aktuelles KW 44

Die Vereinigten Staaten hatten eine durchaus ereignisreiche Woche: Ein besseres GDP-Wachstum als erwartet (jedoch schlechter als der Wert des letzten Quartals), gute Arbeitsmarktdaten, eine Zinssenkung der Federal Reserve (wie erwartet) und schlussendlich gewannen auch noch verstärkt „Trade Hopes“ die Überhand. Das Resultat: Am Montag, den 05. November 2019, erreichte der S&P 500 abermals ein neues Allzeithoch.Die US-Renditen stiegen infolgedessen an. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass sich die US-amerikanische Notenbank mit der nun vorherrschenden Geldpolitik gut positioniert sieht. Somit rückten weitere Zinssenkungen vorerst in den Hintergrund. Zu den Arbeitsmarktdaten: Die Veränderung der „Nonfarm Payrolls“ lag oberhalb der Erwartungen. Positiv war auch, dass der Wert der Vorperiode noch weiter nach oben revidiert wurde. Die Arbeitslosenrate entsprach mit 3,6% den Umfragen. Dies gab den Märkten Aufwind.Die positiven Schlagzeilen rund um den Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China spiegelten sich natürlich auch in den globalen Märkten wider. So erreichte auch der MSCI World (in USD) einen neuen Höchststand. Der Stoxx Europe 600 legte zum Wochenstart ebenfalls zu.Ins Rampenlicht rückten darüber hinaus die finalen PMI-Daten. Während sie zuletzt oftmals enttäuschten und kein positives Bild widerspiegelten, war nun ein leichter Rebound zu erkennen – zumindest stellenweise. Das „Manufacturing PMI“ von Frankreich, Deutschland und Großbritannien lag oberhalb der Erwartungen und auch besser als in der Vorperiode. Die Vereinigten Staaten enttäuschten hierbei nochmals.In Summe verbesserte sich der KCM Fundamental Score. Schlusslicht ist derzeit die Eurozone. Das Sentiment und die Industrieprodukten wirken besonders negativ.Die bereits oben erwähnten Anstiege der Renditen belastete auch die Performance der Unternehmensanleihen. Vereinzelt konnten Rückgänge der Risikoprämien dafür kompensieren, mehrheitlich war der Total Return dennoch negativ.Bei der Währungsentwicklung waren der Südafrikanische Rand und der Chilenische Peso Underperformer der Woche. Letzterer wird anhaltend von den vorherrschenden Protesten belastet (nach einer Preiserhöhung der U-Bahnfahrpreise startete eine Protestwelle, die sich nun gegen mehrere Missstände im Land richtet). Der Südafrikanische Rand wurde vergangene Woche von den Budgetplänen der Regierung belastet, die Ratingentscheidung von Moody’s weiterhin am Investment Grade festzuhalten und auch die Entspannung beim Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China führten jedoch zu einem Rebound. Die Neuwahlen in Großbritannien, die bereits am 12. Dezember 2019 stattfinden, könnten zur Belastungsprobe für das Britische Pfund werden.