EZB & China: Themen der letzten Woche!

Die abgeänderten ,,ECB Projections" standen vergangene Woche im Vordergrund. Die Prognosen der Europäischen Zentralbank, wo der Fokus vor allem auf dem erwarteten Wirtschaftswachstum lag, wurden nach unten revidiert. Dies wurde als notwendig erachtet, um ein neues TLTRO zu rechtfertigen. Dies war auch der Fall: Die angekündigten ,,Targeted longer-term refinancing operations" sollen den Banken ab September 2019 (bis März 2021) Kapital zu ,,favourable bank lending conditions" zur Verfügung stellen. Auch wenn diese Anpassung zu Teilen erwartet wurde, wurden ,,Risky Assets" vermehrt abgestoßen. Hierbei spielten zwei wesentliche Faktoren eine Rolle: Während mit einem ,,dovisheren" Ausblick gerechnet wurde, fielen die Kommentare der Zentralbank noch ,,dovisher", als von den Markteilnehmern antizipiert, aus. Ein weiterer Faktor war, dass die Vergabe des TLTRO restriktiver als in der Vergangenheit erfolgt. So kam es zu einer sehr guten Performance von Staatsanleihen und infolgedessen profitierte ,,Duration". Am Freitag wurden noch die Arbeitsmarktdaten der Vereinigten Staaten veröffentlicht: Auch wenn der Großteil der Indikatoren (Arbeitslosenrate, ,,Average Hourly Earnings", ,,Labor Force Participation Rate" etc.) etwas oberhalb der Erwartungen lag bzw. den Umfragen entsprach, enttäuschten die ,,Nonfarm Payrolls", wo der schwächste Wert seit September 2017 berichtet wurde. Dies belastete ebenfalls das Marktsentiment.
 
Abschließend noch zu Asien, wo China Handelszahlen für Februar veröffentlichte: Aufgrund des ,,Trade War" mit den Vereinigten Staaten fielen sie, wie erwartet, schwach aus. Dennoch, der Rückgang war wesentlich schwächer als aus den Umfragen zu entnehmen war. Das chinesische Neujahr spielte hierbei ebenso eine Rolle. Somit lässt sich der Impact des Handelskonflikts erst bei der nächsten Datenveröffentlichung mit größerer Sicherheit beziffern.
 
Der KCM Fundamental Score spiegelt ebenso keine Verbesserung wider. PMI-Daten üben weiterhin einen negativen Einfluss.
 
Bei der Währungsentwicklung war eine gute Performance der ,,Safe-Haven-Währungen" ersichtlich. Asiatische Währungen hielten sich gut. Nach der EZB-Sitzung legte der US-Dollar gegenüber dem Euro zu. Der Südafrikanische Rand zählte erneut zu den Underperformern. Die nahenden Wahlen wirken weiterhin negativ, wo ,,Wahlversprechen" zur fiskalpolitischen Belastung werden könnten. Kürzlich veröffentlichte Berichte zur Verstaatlichung der Zentralbank sorgten für weiteren Abwärtsdruck. Derzeit befindet sich die Zentralbank in Besitz von rund 750 Anteilsinhabern, mit 2 Millionen Anteilen im Umlauf.
 
Das oben beschriebene Umfeld sorgte für stärkere Rückgänge der Renditen von Staatsanleihen. Italien zeigte eine anhaltende Erholung. Neben der guten Performance deutscher Staatsanleihen, konnten sich noch zusätzlich die Risikoprämien einengen.
 
Die Risikoprämien von Unternehmensanleihen weiteten sich aus. Verstärkte betraf es High-Beta-Credit-Indizes (Nachrang und High Yield). Nichtsdestotrotz, der Total Return fiel weitgehend positiv aus, da die die Renditerückgänge kompensieren konnten. CDS-Indizes weiteten sich weitgehend aus. Sowohl die Kernländer der Eurozone als auch die Peripherie zeigte Rückgänge.
 

Transaktionen und Performance:

Im KCM Kathrein Pfandbrief+ wurden Signale umgesetzt.
 
Die kürzere Duration als in den Vergleichsindizes kostete Performance. Dennoch, die YTD-Performance ist weiterhin erfreulich. Die meisten Fonds zeigen eine Outperformance.