KW 33 - Kein Sonnenschein bei den Aktienindices ...

Der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China dominiert weiterhin. Auch die positiven Aussagen des EZB-Mitglieds und Vorsitzende der finnischen Notenbank, Olli Rehn, die eine starke Maßnahme der EZB bei der Septembersitzung erwarten lassen, konnten den Aktienmarkt diesmal nicht ausreichend stützen.

Die Marktteilnehmer spekulieren über die Möglichkeiten für das Vorgehen der EZB im Herbst und gehen tendenziell von größeren Schritten gleich im September aus - mehr als 50% erwarten einen Zinsschritt um 0,2 Prozentpunkte nach unten. Auch von der SNB wäre aufgrund des starken Schweizer Frankens eine Zinssenkung nicht überraschend, wobei offen fraglich ist ob diese vor oder nach der EZB-Entscheidung kommt .

Zu Beginn der letzten Woche wurde Argentinien von dem Ausgang der Präsidentenvorwahl überrascht, da es danach aussieht, dass es bei der Wahl einen Übergang vom wirtschaftsfreundlichen, amtierenden Präsidenten Macri zu der zuvor an der Macht gewesene ,,Kirchner"´-Partei geben wird, wodurch die Angst vor einer Staatspleite bei den Investoren stark angestiegen ist.

In Mexiko wurden die Zinsen überraschend gesenkt während sie in Norwegen gleich belassen wurden. Von Seiten der Wirtschaftsdaten erscheinen der deutsche ZEW Indikator und das Sentiment der University of Michigan die beide sehr schlechte Ergebnisse aufwiesen erwähnenswert. Positiv überrascht haben der Einzelhandelsumsatz in UK und auch die Industrieproduktion in Japan.

Das BIP für die Eurozone wurde in den Erwartungen berichtet. Die Märkte reagierten auf diese Gemengelage quer über den Erdball mit schwachen Aktienindices und dem gegenüber weiter sinkenden Renditen in den Hauptmärkten. Die mit Spannung erwartete Parlamentssitzung in Italien am Dienstag 20. August, die von einem freiwilligen Rücktritt Contes über seine Abwahl bis zu einem fliegenden Wechsel der Regierung führen kann, hat trotzdem für eine Einengung der BTP-Spreads geführt. Creditindices haben in der vergangenen Woche positive Ergebnisse aufgewiesen, was aber auf die Überkompensation durch die starke Ratesbewegung zurückzuführen ist, da sich im Zuge der Aktienschwäche auch die Spreads ausgeweitet haben. Die Emerging Markets zeigten sich auf der Rentenseite gemischt, mussten aber eher Kursverluste hinnehmen.