Rückblick auf die letzte Februar Woche

Marktumfeld und Credit:

Die finalen Inflationszahlen der Eurozone für Jänner 2019 wurden bestätigt. Das „Consumer Confidence“ Frankreichs zeigte einen Rebound. Nach den länger andauernden Gelbwesten-Protesten verschlechtere sich dies zuvor. Die Wirtschaftswachstumszahlen wurden bestätigt. Die Inflationsrate lag im Jahresvergleich etwas hinter den Umfragen. Das GDP-Wachstum Deutschlands blieb bei 0,0% für das 4. Quartal 2018. Die IFO-Umfragen indizierten erneut eine Verschlechterung; „GfK Consumer Confidence“ entsprach den Erwartungen. Inflationszahlen und Einzelhandelszahlen überraschten jedoch positiv. Die Vereinigten Staaten lieferten gute Wachstumszahlen für das 4. Quartal: Die erwarteten 2,2% wurden mit 2,6% übertroffen. Das „Consumer Confidence“ fiel ebenfalls besser aus.

Brasilien lieferte für das 4. Quartal schwächere Wachstumszahlen als erwartet. Das „Manufacturing PMI“ für Februar 2019 lag jedoch mit 53,4 oberhalb der Vorperiode. Neuseeland enttäuschte mit einer schwachen Handelsbilanz. Sie fiel wesentlich schwächer aus als in der Vorperiode. Bei den Emerging Markets präsentiert sich Ungarn sehr robust, Polen verliert etwas an Schwung.

Der KCM Fundamental Score verbesserte sich leicht. Ausschlaggebend hierfür waren die stärkeren Sentiment-Zahlen. Nichtsdestotrotz, der Indikator verbleibt auf einem negativen Niveau und beurteilt das konjunkturelle Umfeld weiterhin negativ.

Die Renditen von Staatsanleihen zeigten mehrheitlich Anstiege. Die Peripherie der Eurozone konnte gut performen. Es kam zu Rückgängen der Risikoprämien. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Ankündigung von Neuwahlen in Spanien vorerst verdaut wurde sowie dass die Regierung Italiens rund um Spekulationen betreffend Streitigkeiten innerhalb der Koalition kalmierte. Bei den Emerging Markets sticht Polen ins Auge, wo es zu stärkeren Anstiegen der Risikoprämien kam. Die Holdings von „Non-Residents“ erreichten den tiefsten Wert seit 2012. Dabei handelte es sich um einen Rückgang in der Höhe von 30 Milliarden Zloty seit dem Hoch in 2017. Der Finanzminister bezeichnete es als Gewinnmitnahmen. Der Markt stößt sich jedoch an dem „Election-Year fiscal stimulus program“, das mehrere Milliarden schwer ist.

Bei den Währungen waren Safe-Haven-Währungen weniger gefragt. Bei Japan kommt hinzu, dass die Industrieproduktion rückläufig ist. Die Arbeitslosenrate fiel ebenfalls schwächer aus. Die Schwedische Krone zählte zu den Outperformern. Wesentlich stärkere Wirtschaftswachstumszahlen und eines gutes „Manufacturing PMI“ sorgten für die Aufwertung. High-Beta-Credit zählte erneut zu den Outperformern. Allen voran standen Euro- und USD-High-Yield-Anleihen. Nachranganliehen performten ebenfalls gut. CDS-Indizes spiegelten dies ebenfalls wider. Die Volatilität (VIX Index) stieg leicht an.

Transaktionen und Performance:

Anfang der Woche brachte die Volksbank Wien einen Covered Bond, der für den Hypo Rent, den KCM Kathrein Pfandbrief+ und den MI Multi Strategy SRI von Relevanz. Bei Emission lag der „Asset Swap Spread“ bei +13 (über Mid Swap) mit einer Laufzeit von sieben Jahren.

Die Performance war gemischt. Hilfreich war die kürzere Duration als bei Vergleichswerten. Der KCM Bond Select und der KCM SRI Bond Select lagen vor dem jeweiligen Vergleichswert. Der KCM Emerging Market Pearls konnte ebenfalls seine Outperformance weiter ausbauen. Der Hypo Rent verlor aufgrund der Anstiege der Renditen. Die Mischfonds performten ebenso gut.